„Der Förderpreis gibt mir Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.“

Tobias Kaufmann

Große Maschinen zu fahren und zu bedienen, fand er immer schon spannend und faszinierend. „Mein Vater hatte ein kleines Baugeschäft. Als Kind war ich immer dabei und bin mit der Baubranche groß geworden. Es war einfach mein Ding“, berichtet Tobias Kaufmann. Angst vor körperlicher Arbeit oder davor,sich auch einmal die Finger schmutzig zu machen, kennt der22-Jährige aus Oberweser-Oedelsheim nicht. Nach dem Besuch der Heinrich-Roth-Gesamtschule in Bodenfelde, die Tobias Kaufmann mit dem erweiterten Realschulabschluss beendete, begann er eine Ausbildung zum Straßenbauer bei der Firma Heinrich Nolte GmbH & Co. KG in Beverungen. 2013 schloss er diese mit sehr gutem Ergebnis ab.

Pflastern mit Beton und Natursteinen, Baupläne lesen und Inhalte umsetzen, Vermessungen, Materialberechnungen sowie der Umgang mit Maschinen – all das steht auf dem Ausbildungsplan eines Straßenbauers. Straßenbauer errichten zum Beispiel Gehwege, setzen Entwässerungsrinnen und Bordsteine, übernehmen Pflasterarbeiten oder asphaltieren. Die Entscheidung für diese Art der Ausbildung traf Tobias Kaufmann aus reiner Überzeugung und vielleicht auch ein wenig mit dem Gedanken, einmal die Firma seines Vaters übernehmen zu können. „Der Beruf hat sehr gute Zukunftsaussichten. Die Straßen und Brücken werden zunehmend schlechter. Daher wird auch in Zukunft viel gebaut. Leider gibt es aber auch immer weniger Fachkräfte in dieser Branche, sodass die Nachfrage nach guten Straßenbauern steigt.“

Tobias Kaufmann ist ein Macher, der gerne Verantwortung übernimmt. Anfang des Jahres absolvierte er erfolgreich den Werkpolier-Lehrgang. „Mittlerweile habe ich eine eigene Kolonne. Darauf bin ich sehr stolz. Und ich bin froh, dass ich bereits jetzt schon so eine Verantwortung tragen darf.“

Egal, was Tobias Kaufmann macht, er ist stets mit Ehrgeiz und Spaß bei der Sache. Einen besonders großen Wert haben für ihn gute zwischenmenschliche Kontakte, sei es bei der Arbeit mit den Kollegen oder auch privat. „Meiner Meinung nach haben sich die Werte verändert. Das Leben ist viel schnelllebiger geworden und es gibt Fortschritt in jeglicher Hinsicht. Dadurch hat sich auch der Lebensstandard gewandelt“, stellt er fest. Familie und Freunde, auf die man sich verlassen kann, Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe sowie Gesundheit sind Werte, die bei ihm ganz oben auf der Liste stehen.

Tobias Kaufmann ist ein geselliger Typ. Er nimmt gerne am öffentlichen Leben teil. Und es ist für ihn selbstverständlich, den Verein vor Ort zu unterstützen. Sein Verein ist der Turn- und Sportverein 1904 Oedelsheim e. V. Dort bringt er sich als aktiver Handballer, Übungsleiter und Betreuer ein. „Bei uns in der Region ist der Handballsport sehr gefragt und somit bin ich auch mit diesem Sport aufgewachsen. In unserem Ort gab es keine großen sportlichen Alternativen. So wurde ich schon als kleiner Junge zum Minihandball geschickt“, berichtet er.

Der Förderpreis „Duale Ausbildung“ hat für Tobias Kaufmann einen hohen Wert: „Es hat sich gelohnt, dass ich immer 100 Prozent gegeben habe. Es ist einfach ein Ansporn und es ist sehr wichtig, dass die duale Ausbildung geschätzt und anerkannt wird. Beruflich gibt mir der Förderpreis Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Er ist absolut zeitgemäß.“

Im Moment ist Tobias Kaufmann rundum zufrieden. Wünsche hat er wenige. Jeden Tag „mit Freude und 100 Prozent Gesundheit“ zur Arbeit zu fahren, ist einer davon. „Ich habe beruflich zurzeit alles erreicht, was ich wollte. Für die Zukunft hoffe ich, dass ich gesund bleibe und immer Spaß an meinem Job haben werde. Aber auch, dass meine Kollegen und ich gut zusammenarbeiten.“